BDSM-Beratung

Beratung für BDSM-interessierte Paare, Polyküle und Einzelpersonen

Neues Jahr, neue Angebote. Als Domina werde ich nicht selten zu bestimmten Situationen, Praktiken oder Beziehungsdynamiken im BDSM-Kontext befragt. Zwar helfe ich gerne, manchmal artet das aber in ein richtiges Beratungsgespräch aus, und dafür habe ich leider nicht immer Zeit oder die Ressourcen.

Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, etwas öfter mein Angebot zur Beratung zu bewerben und für die erste Zeit einen Einführungstarif zu erheben.

Was für eine Qualifikation hast Du?

Direkt vorneweg, ich bin keine ausgebildete Therapeutin, deswegen biete ich lediglich Beratung an, keine Form der (Paar-)Therapie o.ä. Ich selbst bin seit gut 25 Jahren in der privaten BDSM Szene unterwegs, seit einigen Jahren auch als Domina tätig. Einige der Probleme und Stolpersteine, die einem so in der wunderbaren Welt des BDSM begegnen können, habe ich entweder selbst erlebt oder im direkten Umfeld mitbekommen. Viele, viele Gespräche mit unterschiedlichen Menschen sowie persönliche Erfahrungen haben mich dazu gebracht, Beratungsgespräche anzubieten.

Dabei habe ich am meisten Erfahrung mit folgenden Themenbereichen:

  • BDSM und Elternteil sein.
    Als Mutter zweier mittlerweile erwachsener Kinder musste ich mich natürlich auch unter anderem eingehend mit Fragen beschäftigen wie „Ist es möglich als Eltern von (kleinen) Kindern, eine D/s- respektive BDSM-Beziehung miteinander auszuleben?“ aber auch „Wie sage ich es dem Kinde? Outing vor dem Nachwuchs“ oder „Die Luft ist raus. Seit wir Kinder haben, passiert nichts mehr mit all dem tollen Spielzeug, das wir früher so oft verwendet haben!“

    Das kann alles auf den ersten Blick sehr schwierig und belastend für die Eltern sein. Wenn diese dann auch noch getrennt leben und nur eine Person BDSM interessiert ist und das mit neuen Partner*innen auslebt, kann das für das andere Elternteil viele Fragen und Befürchtungen aufwerfen.
  • BDSM und chronische Erkrankungen
    Ich selber lebe seit langem mit zwei chronischen Erkrankungen (Fibromyalgie und Sjögren Syndrom), die insbesondere Erschöpfungszustände und dauerhafte Schmerzen mit sich bringen. Nicht selten auch ähnliche Reaktionen wie PEM (Post-Exertional Malaise).

    Entsprechend musste ich lernen, das zu kommunizieren, mich selbst damit abzufinden, dass nicht mehr alles so „funktioniert“, wie es früher der Fall war, und wie ich damit umgehen kann.
  • BDSM und Beziehungen
    Ich habe BDSM schon in rein monogamen, in sogenannten „offenen“ und in polyamoren Beziehungen ausgelebt, respektive nicht ausgelebt. Nicht immer trifft man auf Partner*innen, die die eigenen Neigungen komplett oder teilweise teilen. Das kann eine monogame/monoamore Beziehung schon sehr auf die Probe stellen. Aber auch wenn man vereinbart, dass man sich im Rahmen einer offenen Beziehung die „fehlenden Puzzleteile“ zum vermeintlichen Glücklichsein holen kann, so bringt das unter Umständen ganz andere Schwierigkeiten mit sich.

    Ähnlich wie in polyamoren Beziehungsgeflechten, spielen manchmal plötzlich Eifersucht, Verlustangst, die Sorge nicht gerecht zu werden und Ähnliches eine unerwartet große Rolle. Sind alle Beteiligten Kinkster, kommen Fragen auf wie „Wer von den Doms hat denn jetzt das Sagen?“ wenn zum Beispiel eine submissive Person Beziehungen zu zwei dominanten Menschen hat. Oder auch „Alles schön und gut, aber ich möchte definitiv nicht die Spuren der Session mit X sehen, wenn wir uns das nächste Mal treffen!“ Das sind nur wenige der unzähligen Stolpersteine, die auftauchen können, und viele Menschen suchen dann etwas Rat oder Unterstützung.
  • BDSM und Partnersuche
    Das ist eines der Themen, zu denen ich am häufigsten befragt werde. „Wie finde ich die passenden Partner*innen, mit denen ich offen über BDSM und meine persönlichen Neigungen sprechen und diese auch ausleben kann?“ Die Herangehensweise hierbei ist hoch individuell und stark davon abhängig, welche Art der Beziehung angestrebt wird, wie extro- oder introvertiert man selber ist, welche Befürchtungen und Ängste man mit sich bringt. Insbesondere Personen, die noch keine realen Erfahrungen mit BDSM gemacht haben, stehen oft vor der Frage nach der richtigen Herangehensweise. Aber auch erfahrene BDSMer*innen, die aus einer langjährigen Beziehung kommen, in der BDSM ausschließlich im heimischen Schlafzimmer ausgelebt wurde, wissen manchmal nicht so recht, wo sie mit der Suche beginnen sollen.

    Natürlich gibt es noch viele anderen Themen, die Fragen aufwerfen oder den Wunsch nach Beratung entstehen lassen. Das sind nur die vier Themenblöcke, mit denen ich am meisten persönliche Erfahrung habe, wenn es um den privaten BDSM Bereich geht.

Wer kann die Beratung in Anspruch nehmen?

Dieses Beratungsangebot richtet sich an alle volljährigen Personen, Paare oder Polyküle, die selbst privat BDSM oder Teilbereiche davon ausleben, oder ausleben möchten. Es geht nicht um die Herangehensweise bei einem Dominabesuch und auch nicht um eine Beratung, wie man denn im kommerziellen Bereich Fuß fassen kann. Ebenfalls geht es dabei nicht um mich und darum, dass ich munter aus dem Nähkästchen meines beruflichen Alltags plaudere. Ich konzentriere mich bei meinen Beratungsgesprächen auf Dich/Euch und die Fragen und Probleme, mit denen man zu mir kommt.

Mir sind alle erwachsenen und respektvollen Menschen willkommen, völlig unabhängig vom Geschlecht oder der sexuellen Ausrichtung.

Das heißt allerdings auch, dass ich keine Beratungsgespräche für Teenager oder noch nicht ganz erwachsene Personen anbiete. Allenfalls für deren Erziehungsberechtigte, wobei ich darauf bestehe, dass mir keine persönlichen Details wie Namen, Wohnort etc. Mitgeteilt werden. Auch Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf ihre Privatsphäre, ich bitte das zu beachten.

Bist Du noch nicht volljährig und trotzdem auf meiner Homepage gelandet, schau doch einmal hier vorbei: SMJG – dort findest Du Kontakt zu und die Möglichkeit zum Austausch mit anderen jungen BDSM-interessierten Menschen sowie ein Sorgentelefon, wenn Du akute Probleme oder belastende Fragen zum Thema BDSM hast. Ganz ohne damit rechnen zu müssen, dass ältere „Creeps“ sich Deiner Fragen mit Hintergedanken annehmen.

Wie findet so eine Beratung statt?

Das ist abhängig von Deinen/Euren Möglichkeiten und Bedürfnissen. Man setzt sich erst einmal mit mir in Verbindung und teilt mir mit, worum es bei dem Beratungsgespräch gehen soll. Habe ich mit dem spezifischen Anliegen absolut keine Erfahrung, werde ich von einer Beratung absehen und, sofern möglich, einen Kollegin vorschlagen, deren Fachgebiet das ist. Gehört das Anliegen zu den Themen, mit denen ich Erfahrung habe, vereinbaren wir einen Termin und die Länge des Gesprächs. Ein Termin ist in jedem Fall notwendig, damit wir sicherstellen können, Ruhe und Zeit für ein Gespräch zu habe. Der Kommunikationsweg ist Dir/Euch überlassen. Folgende stehen zur Auswahl:

  • In Persona
    Wer sich am liebsten persönlich mit seinem Gegenüber unterhält, kann gerne für Gespräche ab einer Stunde zu mir ins Studio kommen, wo wir uns statt einer Sessioneinfach unterhalten. Ab zwei Stunden, komme ich auch in ein Hotel in der jeweiligen Stadt in der ich gerade bin. Unter Umständen sind auch ab zwei Stunden ausnahmsweise Hausbesuche machbar, das entscheide ich von Fall zu Fall. Manche Menschen bewegen sich gerne, wenn sie über belastende Themen sprechen, deswegen gehe ich den ungewöhnlichen Weg, Beratungsgespräche auch im Rahmen eines Spazierganges anzubieten.
  • Videocall
    Du/Ihr möchtet gerne Eure Gesprächspartnerin sehen, das ganze aber am liebsten gemütlich von Zuhause aus? Dann empfiehlt es sich, so ein Beratungsgespräch zb. via Skype oder Zoom zu führen.
  • Telefonisch
    Stimme ist wichtig, Du/Ihr legt aber keinen Wert darauf zu sehen oder gesehen zu werden? Dann greifen wir doch am besten zum Telefon.
  • Schriftlich
    Schreiben und Lesen ist eher Dein/Euer Ding? Dann können wir uns entweder in Echtzeit via einen Messenger wie Whatsapp oder Telegram unterhalten, oder per Mail mit etwas Zeitverzögerung. In einer Stunde schreibe ich etwa 4 ausführliche E-Mails.

Ich bin offen für die Kommunikationsart, die für Dich/Euch am entspanntesten und einfachsten ist.

Was kostet das denn?

Da ich ein bisschen mehr darauf aufmerksam machen möchte, dass es dieses Angebot überhaupt gibt, biete ich im Januar und Februar Beratungsgespräche zu einem reduzierten Honorar an.

In Persona

60 Minuten200 €
90 Minuten300 €
120 Minuten400 €
Schriftlich, telefonisch oder via Videocall

30 Minuten75 €
45 Minuten100 €
60 Minuten150 €
90 Minuten200 €
120 Minuten250 €

Kommentare sind geschlossen.